Rumänien – Einsatz vom 11. bis 15. April 2013

 

Ich möchte euch einen kurzen Bericht geben über den Rumänien-Einsatz, den wir (Anika, Nadine, Lukas, Samuel, und ich) auch in eurem Namen durchführen durften.Michael mit Übersetzer Daniel Lindemann

Herzlichen Dank auch für den finanziellen Segen, den wir von euch für die sehr finanzschwachen Gemeinden und deren Pastoren erhalten haben. Dies war neben den Predigten, Gebeten, Zeugnissen und prophetischen Eindrücken, die wir weitergeben durften, eine wirklich gute und wichtige Gabe und Ermutigung.rum1

 

Die Reise:

Mit dem Zug ging es am Donnerstag in aller Frühe nach Dortmund, wo wir auf dem dortigen Flughafen mit Matthias Bothe zusammentrafen. Mit 6 Personen ging es dann mit dem Flugzeug in die rumänische Hauptstadt Bukarest, wo wir um ca. 8 Uhr abends eintrafen.

Die erste Feststellung, bzw. Frage aus unserem Team lautete. „Kann es sein, dass die Menschen hier etwas depressiv sind?“ – Ja, das empfinde ich auch, ich hatte es schon bei meinem ersten Besuch im September 2012 so bemerkt. Durch ihre leidvolle und unruhige Geschichte und durch falsche religiöse Prägungen lebt dieses Volk tatsächlich unter einem starken Druck und empfindet eine permanente Schuld, die ihnen eingeredet wurde. Der Gott den sie dort anbeten ist ein für sie ferner Gott. Bereits als ich in Neumünster für diese Reise betete, erhielt ich den Eindruck, konsequent durch meine Predigten Ermutigung auszusprechen, was ich auch so praktiziert habe.

Am Flughafen in Bukarest wurden wir von Christoph, einem lieben Christen aus der Schweiz, der mit einer Rumänin verheiratet ist und auch in Rumänien lebt, abgeholt.

Von dort ging es dann zu unserem Domizil,nach Costesti. Wir wurden im Kleinbus kräftig durchgeschüttelt, denn die Straßen dort entsprechen nicht unserem in Deutschland gewohnten Standard. Aber wir kamen heil an und wurden alle zusammen bei einem älteren Ehepaar in einem sauberen, netten rumänischem Einfamilienhaus untergebracht. Gott hatte alles gut vorbereitet!

 

2Unser Einsatz in Rumänien:

Am nächsten Tag fuhren wir in die Südkarpaten, wo wir ein orthodoxes Kloster besichtigten. Hier spürten wir wieder die starke dämonische Bedrückung. Finstere religiöse Legenden, die mit dem Bau des Klosters in Verbindung stehen, wurden uns erzählt. Draußen auf der Straße, vor dem Areal des Klosters, konnte man Portraits von Graf Dracula (Vlad III.) kaufen. Ja, man spürt immer wieder die Bedrückung und okkulte Präsenz.

Am Abend predigten Matthias und ich in einer Pfingstgemeinde dort in der Nähe. Die Geschwister nahmen die Botschaft sehr dankbar auf. Es herrscht auch eine große Offenheit, ja Sehnsucht nach der Botschaft, wie wir sie predigen.

Nach nicht so viel Schlaf ging es am nächsten Tag auf eine vierstündige Reise, wieder durch viele Schlaglöcher, über Straßen, die wir nicht so nennen würden, durch die Walachai (die Gegend heißt wirklich so und sieht auch so aus) zu einer sehr schönen Gegend im Westen von Rumänien im Donaugebiet an der serbischen Grenze. An unserem Bestimmungsort hatten wir einen schönen Blick über die Donau auf Serbien.

Hier besuchten wir eine Arbeit unter Kindern im Zigeuner (Roma) – Gebiet. Die Kinder und auch die Erwachsenen wohnen in Gegenden, wie ich sie noch nie vorher gesehen habe. Armut, Bedrückung und geistliche Finsternis sind spürbar. Die Kinder und auch die Erwachsenen sind fast alle Analphabeten. Hier leitet Daniel Lindemann, unser Freund, Begleiter, Übersetzer und Hauptverantwortlicher der Pfingstgemeinden in dieser Gegend, einen Dienst unter Romakindern. Dafür haben sie Häuser gebaut, wo die Romakinder unterrichtet werden. Hier lernen sie das Wort Gottes kennen, lernen christliche Lieder, aber auch Lesen und Schreiben und vor Allem: Sie lernen Jesus kennen, was wirkliche und nachhaltige Lebensveränderung bewirkt.
Danach dienten wir in einer dortigen jungen, lebendigen Gemeinde. Unsere jungen Leute gaben Zeugnisse, sangen Lieder und ich predigte über unsere Identität in Christus.

 

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 Am Sonntag besuchten und dienten wir in 3 Gemeinden. Am Vormittag in Caracal, in einer sehr konservativen Gemeinde. Hier saßen Frauen und Männer getrennt. Es herrschte aber eine schöne, sehr offene Atmosphäre. Der „Durchzug durch das Rote Meer“ war mein Predigtthema. Der Pastor hat uns spontan wieder eingeladen. Ich kannte ihn bereits von meinem vorigen Besuch. Nach einem kurzen Mittagessen in der Gemeinde ging es wieder in ein Romagebiet. Die Armut und Bedrückung, die wir hier erlebten, war intensiver, als alles, was wir vorher erlebt hatten. Ich hatte den Eindruck der starken Präsenz einer dämonischen Macht. Den Zustand der sanitären Anlage, die wir aufsuchen mussten, möchte ich nicht näher beschreiben. Aber an diesem finsteren Ort gibt es eine Gemeinde Jesu. Daniel gab mir einige Instruktionen. „Bitte predige, so einfach, wie es dir möglich ist, sonst verstehen sie nicht, was du sagst, denn es sind fast alles Analphabeten und sie haben so gut, wie gar keine Bildung!“ Das beherzigte ich und predigte über die wunderbare Liebe unseres himmlischen Vaters. Die Herzen öffneten sich und die Zuhörer nahmen die Botschaft voller Freudentränen auf. Beim anschließenden Aufruf zum Gebet kamen viele Leute nach vorne. Gott gebrauchte Anika sehr stark im Prophetischen. So durften wir dort in die Herzen der Menschen sprechen und wieder Trost und Ermutigung weiter geben.

Am späten Nachmittag dienten wir in Scornicesti, der Geburtsstadt des ehemaligen Diktators Nicolae Ceaucescu, eine alte Stadt, in welcher die kommunistische Vergangenheit im Baustil der Häuser stark präsent ist. Hier gibt es eine kleine, lebendige Gemeinde, die sehr offen für den Heiligen Geist ist und sich nach seinen Wirkungen ausstreckt. Diese Wirkungen des Heiligen Geistes waren auch das Thema der Predigt. Der Pastor wurde stark ermutigt durch eine persönliche von Anika weitergegebene prophetische Botschaft.

Am Montag ging es dann zurück nach Bukarest zum Flughafen, nachdem wir uns den Palast Ceaucescus, das größte Gebäude Europas, angesehen haben. Dieses Gebäude ist ein Hinweis auf den Größenwahn des ehemaligen Diktators, der sein Volk 24 Jahre lang knechtete.

Am Nachmittag ging es dann per Flieger zurück in die Heimat.

Wir sind dankbar für die gesegnete Zeit dort. Hier lernten wir in wenigen Tagen mehr, als auf mancher christlichen Konferenz. Ich freue mich, dass wir den starken hingebungsvollen Dienst Daniel Lindemanns als Gemeinde unterstützen und ich hoffe, dass sich die Beziehung intensivieren wird, was ich auch durch eine Einladung an Daniel in unsere Gemeinde unterstrichen habe.

Die Eindrücke, die wir empfangen haben, sollten uns alle ermutigen, auch in unserem Land unser Licht leuchten zu lassen und das Wort Gottes den Menschen weiterzugeben!

Mit lieben Grüßen

Euer Pastor Michael Kaizik

 

Straße in Costesti, unsere, Domizil für die Zeit in Rumänien.
Unsere Gastgeberin
Beim Frühstück in Costesti mit dem Pastorenehepaar der dortigen Gemeinde  und deren Kindern
Pfingstgemeinde in Costesti
Im Romagebiet
Häuser in Scornicesti
Palast des ehemaligen Diktators Nicolae Ceaucescu
Auf dem Flughafen in Dortmund
Auf dem Flug nach Bukarest
Unsere Jugend dient im Lobpreis
Michael mit Übersetzer Daniel Lindemann
Gottesdienst in Caracal
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Straße in Costesti, unsere, Domizil für die Zeit in Rumänien.
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